Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht uebersetzt zu werden.

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Da ist ein Land...

  

Da ist ein Land der Lebenden
und ein Land der Toten,
und die Brücke zwischen ihnen
ist die Liebe -
das einzig Bleibende,
der einzige Sinn.

*

von Thornton Wilder

 

2 Kommentare 9.8.10 11:59, kommentieren

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Ich möchte dir ein Liebes schenken...

Ich möchte dir ein Liebes schenken,
das dich mir zur Vertrauten macht;
aus meinem Tag ein Deingedenken
und einen Traum aus meiner Nacht.

Mir ist, daß wir uns selig fänden
und daß du dann wie ein Geschmeid
mir löstest aus den müden Händen
die niebegehrte Zärtlichkeit.

Rainer Maria Rilke
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...allen ein schönes Wochenende!

31.7.10 15:05, kommentieren

Sommerabend

 

Sommerabend

Goldenrot erglüht der Sonnenball,
Majestätisch dort hinab er gleitet;
Durch den Abend, der sich ringsum breitet,
Tönt vom Dorf herüber Glockenschall.

Nach des Tages versengend heißer Glut
hebt das Welke sich zu neuem Leben.
Durch das Ährenfeld zieht leises Beben,
Während ringsum Feierstille ruht!

Karl Friedrich Mezger (1880-1911)

*

...allen einen schönen Sommerabend

und ein angenehmes Wochenende!

10.7.10 18:45, kommentieren

Die Musik ist die...

Die Musik ist die Erscheinung der Schönheit,
die am meisten unser ganzes Leben ergreift,
uns in dem ebendenselben Augenblick
zur stürmischen Leidenschaft aufregt
und in tiefes Nachsinnen versenkt,
Ruhe und Unruhe, Raserei und Besonnenheit
in uns auf das Innigste verschmelzt.

Karl W. F. Solger (1780-1819)

*

...ich wünsche alle einen schönen Sommer!

2 Kommentare 1.7.10 06:33, kommentieren

Eines Tages wird die Erde weinen...

 

Eines Tages wird die Erde weinen,

sie wird um ihr Leben flehen,

sie wird Tränen von Blut weinen.

Ihr werdet die Wahl haben,

ihr zu helfen oder sie sterben zu lassen,

und wenn sie stirbt, sterbt ihr auch.

 

indianische Weisheit von
John Hollow Horn, Oglala Lakota, 1932

 

3 Kommentare 6.6.10 17:06, kommentieren

Die Worte in den Wind

Die Worte in den Wind

Es findet manches gute Wort
wohl nicht die gute Statt,
doch glaube Keiner, daß er dann
umsonst gesprochen hat.

Die Worte, die in's Menschenherz
nicht aufgenommen sind,
man nennt sie wohl mit Fug und Recht
nur Worte in den Wind.

Doch sind sie nicht verloren, nein,
es trägt der Wind sie fort,
auf seinen Flügeln schweben sie
gar leicht von Ort zu Ort.

Sie suchen dann in Nord und Süd,
und auf und niederwärts,
den Weg in eines Menschen Ohr,
in eines Menschen Herz.

Wenn beide offen und bereit,
und wenn wir einsam sind,
dann finden sie die rechte Statt,
die Worte in den Wind.

Und so vernehmen wir denn oft,
was uns kein Mund gesagt,
wo führt uns zu des Windes Hauch,
wonach wir lang' gefragt.

*

Auguste Kurs, 1854
Aus der Sammlung Epheublätter, Gedichte

 

 

 

4 Kommentare 25.5.10 18:56, kommentieren

Pfingsten

 

 

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen;

es grünten und blühten Feld und Wald;

auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken

übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;

jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen,

festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.


Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

*

...ich wünsche allen ein frohes Pfingstfest! 

2 Kommentare 21.5.10 17:07, kommentieren