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Die Worte in den Wind

Die Worte in den Wind

Es findet manches gute Wort
wohl nicht die gute Statt,
doch glaube Keiner, daß er dann
umsonst gesprochen hat.

Die Worte, die in's Menschenherz
nicht aufgenommen sind,
man nennt sie wohl mit Fug und Recht
nur Worte in den Wind.

Doch sind sie nicht verloren, nein,
es trägt der Wind sie fort,
auf seinen Flügeln schweben sie
gar leicht von Ort zu Ort.

Sie suchen dann in Nord und Süd,
und auf und niederwärts,
den Weg in eines Menschen Ohr,
in eines Menschen Herz.

Wenn beide offen und bereit,
und wenn wir einsam sind,
dann finden sie die rechte Statt,
die Worte in den Wind.

Und so vernehmen wir denn oft,
was uns kein Mund gesagt,
wo führt uns zu des Windes Hauch,
wonach wir lang' gefragt.

*

Auguste Kurs, 1854
Aus der Sammlung Epheublätter, Gedichte

 

 

 

25.5.10 18:56

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


syntaxia / Website (26.5.10 22:27)
Beachtlich wenn ich mir das Datum ansehe!
Manchmal frage ich mich, Elke,
ob wir überhaupt weitergelernt haben. Die einstigen Poeten hatten viele Weisheiten schon.

Doch denke ich, nicht immer finden wir in der Einsamkeit die Antworten, die wir sonst nicht gehabt hätten.

..grüßt dich Monika herzlich


(27.5.10 12:35)
...ich denke, es wiederholt sich alles,
wenn ich die alten Schriften und Gedichte lese.
Die Antworten sind in der Einsamkeit sicher
leichter zu finden, aber ob es "DIE" Antwort ist,
dass zeigt sich oft erst viel später, denn das
Leben ist bunt und die Wege sind verschieden.
Die Erfahrung wird es uns hoffentlich lehren und
zeigen...!
Danke, für deinen Kommentar, liebe Monika,
der mich sehr nachdenklich gestimmt hat.
Alles Liebe,
herzlichst
Elke

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